Danke Deutschland: Teil 038: Vielfältige Radioszene belebt die Kultur

Die Radioszene fällt in Deutschland besonders vielfältig aus. Der Grund dafür ist folgender: Es gibt eine große Menge sowohl öffentlicher Radiosender wie auch unabhängiger Radioprojekte. Die öffentlichen Sender werden mit der Radio- und Rundfunkgebühr unterstützt. Diese sorgt dafür, dass das Radio nicht nur Massenproduktion liefert, sondern kulturell gehaltvolle Sendungen anbietet. Die Sender wenden sich gezielt an bestimmte Zielgruppen. Von Jung bis Alt findet sich so für jeden einzelnen Bewohner im Land genau der richtige Sender. In diesem bekommt er die passende Musik geboten, wird über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Politik informiert, mit Hörspielen unterhalten oder Gespräch informiert.

Es gibt auch eine ganze Menge von Sendungen, in denen die Hörer selbst anrufen können. In manchen dieser Sendungen kann man sich einen bestimmten Song wünschen und dieser wird anschließend gespielt. Andere Sendungen führen mit den Anrufern ein Gespräch zu einem bestimmten Thema, besprechen persönliche Probleme oder nehmen individuelle Geschichten aus dem eigenen Leben auf. Auch wer kein Prominenter ist, kann sich so prominent zu Wort melden. Diese Möglichkeit wird nach wie vor von vielen Menschen genutzt. Auch gerade junge Menschen hören heute wieder mehr Radio.

In Verbindung mit Smartphones und dem Internet ist es wesentlich leichter geworden, auch im Alltag Radio zu hören. Von der Autofahrt über lange Reisen bis zur kurzen Pausen bei der Arbeit oder der Zeit im Wartezimmer eines Arztes kann freistehende Zeit so unterhaltsam überbrückt werden. In fast allen deutschen Regionen gibt es zudem eigene unabhängige Radioprojekte. Ganz normale Bürger machen hier Radiosendungen zu ihren besonderen Herzensanliegen. Diese Programme genießen bei einer eingefleischten Fangemeinde ebenfalls ein hohes Ansehen. Sie bereichern das Programm mit lokal wichtigen Angeboten. Zudem bieten sie Menschen leicht die Möglichkeit, auch selbst im Radio aktiv zu werden.

Viele Menschen nutzen diese Möglichkeit. Aus mancher kleinen Radiosendung ist anschließend ein beliebter Podcast geworden. Podcasts sind kleine Radiosendungen, die von Menschen im Internet angeboten werden. Entstanden ist das Wort aus der Fusion des englischen Wortes „Broadcast“ (Rundfunk) und dem zweiten Teil des mp4-Players i-Pod. In Deutschland bieten viele Menschen zu ganz verschiedenen Themen einen eigenen Podcast im Internet an. Je nach Interesse können sich die Menschen die Sendungen runterladen und der Reihe nach anhören. Auch diese, oft von nur einer oder zwei Personen gestalteten Sendungen, bereichern das kulturelle Angebot im Radio.

Viele junge Menschen haben ihren Lieblingspodcast und verfolgen die Sendungen dieses Angebots über viele Folgen hinweg. Und das neue Angebot, das es erst seit einigen Jahrzehnten gibt, ist auch bei vielen älteren Menschen beliebt. Manche Großeltern hören beispielsweise in die Podcasts ihrer Enkel und empfehlen diese ihren Bekannten weiter. So erschließt sich das kreative Radioangebot ein immer größeres Publikum. Wer ein Fan des Radios ist, muss Deutschland einfach lieben. Es bietet sowohl Hörern wie auch Produzenten viele Möglichkeiten. An mancher Stelle werden Hörern Möglichkeiten eröffnet, mit einem Anruf im kleinen Rahmen selbst zum Sender zu werden. Dadurch kann das technische Medium die Gesellschaft demokratisieren. Wenn diese Möglichkeit auch nicht bei jedem Sender genutzt wird, so greifen manche sie doch gerne auf.