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Digitale Disruption und Transformation in der Versicherungsbranche: Teil 16: Die Vorteile dieser Transformation der Versicherungen auf einem Blick

In den beiden genannten Fällen aus dem Bankenbereich haben sich die Unternehmen frühzeitig dafür entschieden, für die Umstellung die Voraussetzungen für eine Omni-Kanal-Fähigkeit zu schaffen.

Welche Vorteile haben sie dadurch?

– Alle Kundendaten sind auf allen Kanälen gleichzeitig verfügbar. Änderungen werden direkt angezeigt.
Das Beratungs-, Informations- und Produktangebot ist kanalübergreifend. Alle Kunden können sich daher selber entscheiden, wo und wann er seine Filiale aufsuchen möchte und wann er Kontakt mit den Mitarbeitern aufnehmen möchte.
– Auch der Außenauftritt steht kanalübergreifend zur Verfügung. Neue und ältere Kunden werden sich schnell damit zurecht finden.
– Verbesserung des eigenen Vertriebsnetzes

Die Omni-Fähigkeit ist für Sie als Versicherungsunternehmen mit einer großen Herausforderung verbunden. Das ist gerade dann der Fall, wenn Sie mit vielen externen Vertriebspartnern zusammenarbeiten. Die Herausforderung ist ein wichtiger Schritt in die Richtung der Transformation der Versicherungen. Kunden brauchen dann nicht mehr zwischen unterschiedlichen Kommunikationskanälen und der Marke entscheiden, sondern sie können alle Kanäle als Zugangspunkt nutzen. Bei vielen Versicherungen besteht ein gutes Potential für eine Weiterentwicklung. Andere sind immer noch mit einem veralteten Internetauftritt ausgestattet. Dieser wird das moderne Beratungs- und Transaktionsbedürfnis mit Sicherheit nicht erfüllen können. Es sollte daher Ihr Interesse als Autoversicherung sein, diesen Zustand zu beenden. Nur so können Sie gewährleisten, dass sich auch langfristige Kunden von Ihrer Versicherung abwenden.

Eine der größten Versicherungen, die Allianz, stellt ihren lokalen Agenturen alle Inhalte und Werkzeuge, die für Digitalisierung der Versicherungsbranche notwendig sind. Alles das, was für eine Präsenz im Internet notwendig ist und für die sozialen Netzwerke benötigt wird, wird für die Umsetzung zur Verfügung gestellt. Bei Facebook engagieren sich etwas 1000 Vertreter der Versicherung. Als Maßnahme kann eine Bereitstellung von Tablet Computern sehr nützlich sein. Diese Tablets sind mit einer Beratungssoftware ausgestattet. Dadurch wird es den Mitarbeitern einfacher gemacht, sich stärker auf den Vertrieb und Verkauf vorzubereiten. Gleichzeitig erhält der Mitarbeiter einen Zugriff auf die Kundendaten, um Informationen über Kunden zu erhalten und damit er bei Bedarf neue Daten in das System einpflegen kann.

Die Eigenständigkeit, Daten in beide Richtungen fließen lassen ist gerade bei Versicherungen ein wichtiger Punkt. Dadurch ist ein Eigenständiges arbeiten möglich und Fehlerquellen durch eine doppelte Bearbeitung von Datensätzen wird vermieden. Ein zeitnahes Arbeiten ist nur dann möglich, wenn alle Daten geteilt werden und an jedem Ort jederzeit alle Informationen abgerufen werden können. Nur so ist es möglich, dass Fälle schneller bearbeitet werden und der Kunde perfekt betreut wird. Viele Versicherer sind bereits damit beschäftigt, mit Apps zu experimentieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist zum Beispiel John Hancock oder Generali France.

Mit vielen mobilen Tools schaffen sie es, den Agenten im Außendienst Einblicke in das Portfolio der Investments zur Verfügung zu stellen. Somit können sich die Agenten gleich ein gutes Bild über den Kunden verschaffen. Aber auch Informationen über dessen Entwicklung, können bei der Abwicklung von Aufträgen und Verträgen hilfreich sein. Die Deutsche Vermögensberatung setzt dagegen sehr konsequent auf die Nutzung von iPads. Bei der DVAG setzen bereits über 10.000 Vermögensberater die Computer für die Beratung der Kunden ein. Einige Mitarbeiter haben einen kompletten Zugang zur Kundendatenbank des Unternehmens, die Vermögensplanung, Angebotsplanung und sonstigen Informationen. Dadurch können sie bei den Kapitalanlegern mit einem interaktiven und multimedialen Auftritt punkten. Eine Unterstützung von unabhängigen Vertrieben ist auch bei einem Geschäft mit Firmenkunden sehr nützlich. Hier kommen allerdings nicht unbedingt Versicherungen, sondern vielmehr die unabhängigen Anbieter in den Genuss. Einige Plattformen wie zum Beispiel ProspX oder InEX24 aus Deutschland helfen Brokern bei der täglichen Arbeit. Sie sorgen für eine gute Auswahl geeigneter Anbieter und Produkte. Ebenfalls sehr nützlich ist das System für die Industrieversicherer.

Die Entwicklung hat neben vielen Vorteilen aber auch einige Nachteile. Ein Vorteil ist, dass alle wichtigen Broker über eine Plattform zielgerichtet erreicht und über News informiert werden können. Dafür muss diese Branche aber in Kauf nehmen, dass die Transparenz der Produkte zunimmt und der Druck im Bereich der Preise steigt. Andere Versicherer wie zum Beispiel Autoversicherungen haben dagegen nur Vorteile. Sie können mehr Spielraum in den täglichen Geschäftsablauf bringen. Die Nutzung von digitalen Plattformen führen automatisch zu einer verstärkten Kundenbindung. Wenn eine Versicherung ein bestimmtes Angebot entwickelt hat, dann kann es nahtlos in das Intranet des Unternehmens eingebunden werden. Das bietet für alle Beteiligten einen Mehrwert.

Alle Mitarbeiter können sich von zu Hause aus oder vom eigenen Arbeitsplatz aus, jederzeit einen aktuellen Überblick darüber verschaffen, wie der Stand der Versicherung ist. Das entlastet die zentralen Stellen, die eigentlich diese Informationen auf den Weg bringen müssen. Die Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, für die Digitalisierung der Versicherungsbranche alle Vertriebskanäle im Blick zu haben. Sollte ein Versicherer auf die Zusammenarbeit und die Unterstützung der bisherigen Partner verzichten, dann läuft er schnell Gefahr, dass sie sich andere Anbietern zuwenden. Auch andere Anbieter werden mit Sicherheit von den Kundenwünschen wissen und dementsprechend ihren Internetauftritt anpassen.