Mit Offenheit die Welt entdecken im Neflental
Im Neflental ist es Zeit für das Glanzhoch. Die Sonne strahlt kräftig vom Himmel und taucht die Farnwiesen in leuchtendes Sonnen-Gold. Überall flirrt das Licht wie tanzende Feuerfunken, Häuser zwischen drei Meter hohem Adlerfarn ducken sich tief ins Grüne. Auf den Dächern wachsen Kräuter in allen Farben. Ziegen und Hühner laufen in kleinen Gehegen herum, und fröhliches Stimmengewirr liegt in der warmen Luft.
Das große Glanzhoch-Fest beginnt
Heute feiern die Bewohner von Immergrün ein großes Fest. Lagerfeuer brennen am Rand der Farnwiesen, Lampions in Saphirblau und Korallenrot schweben durch die Dämmerung. Die Luft duftet nach gebratenen Kräutern und frischem Brot. Überall rufen und singen die Wiesengnome, weil das Glanzhoch im Neflental die schönste Zeit ist.
Mitten im fröhlichen Treiben sitzt Rosa Immergrün am Ufer eines kleinen Sees. Sie beobachtet die Lampions, die sanft über das Wasser gleiten. Plötzlich entdeckt Rosa ein fremdes Wiesengnom-Mädchen am anderen Ufer. Das Mädchen trägt ein buntes Tuch, das im Wind weht, und streichelt einen winzigen, zitternden Frosch.
Die Begegnung an den Farnwiesen
Rosa Immergrün steht auf und läuft neugierig hinüber. Die Farnstängel rauschen, als sie hindurchgeht. Sie ruft freundlich: „Hallo! Kommst du aus Immergrün?“ Das fremde Mädchen schüttelt schüchtern den Kopf. „Ich bin heute zum ersten Mal im Neflental“, sagt sie leise, „und alle scheinen so fröhlich. Aber ich kenne niemanden.“
Rosa Immergrün lächelt und setzt sich zu ihr. „Das ist gar nicht schlimm. Hier darf jeder so sein, wie er ist. Und ich kenne auch noch nicht jeden.“ Gemeinsam sehen sie, wie ein weiterer Lampion über den See schwebt und plötzlich in einen Farn segelt. Da müssen beide lachen.
Offen sein macht stark im Neflental
Im Neflental sind alle eingeladen, das Glanzhoch zu feiern. Rosa Immergrün nimmt das Mädchen an die Hand. „Komm, wir suchen die anderen. Niemand bleibt hier allein. Sag, wie heißt du?“ zaghaft beantwortet das Mädchen die Frage, ihre Stimme wird dabei schon lauter. Gemeinsam laufen sie barfuß durch das Gras, vorbei an den bunten Häusern und den Ziegen, die freundlich meckern.
Sie treffen auf eine Gruppe Wiesengnome, die gerade singen. Rosa Immergrün winkt, und erklärt: „Sie ist neu hier. Wollen wir zusammen tanzen?“ Sofort antworten die anderen: „Natürlich! Hier ist jeder willkommen, egal woher man kommt.“ Das Mädchen lächelt strahlend. Sie tanzen, singen und genießen das goldene Glanzhoch im Neflental.
Ein Tag voller Mut und Freundschaft
Als der Abend dunkler wird, sitzen die beiden zusammen am Lagerfeuer. Das Licht der Lampions spiegelt sich im See, alles leuchtet in Korallenrot und Smaragdgrün. Rosa Immergrün erzählt Geschichten, und das Wiesengnom-Mädchen hört gespannt zu. Sie merkt, dass sie niemanden beeindrucken muss. Jeder mag sie genau so, wie sie ist.
Im Neflental entdecken die Bewohner immer wieder: Offen zu sein macht stark. Es ist schön, sich zu trauen, einfach man selbst zu sein. Rosa Immergrün freut sich, dass sie eine neue Freundin gefunden hat. Und das fremde Mädchen weiß jetzt, dass sie dazugehört – mitten auf den Farnwiesen von Immergrün, unter dem leuchtenden Glanzhoch-Himmel.
Was lernen wir daraus?
Am wichtigsten ist im Neflental: Wer offen auf andere zugeht und Mut hat, sich selbst zu zeigen, findet schnell Freunde. Jeder ist besonders, und mit Freundlichkeit wird das Leben bunter. Das Glanzhoch-Fest erinnert alle daran, dass Offenheit und der Mut, man selbst zu sein, die Welt schöner machen.
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